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Innovation - Low Budget - High Performance
Der
Bedarf an einem einfachen und effizienten
Fertigungsverfahren resultierte aus der bis dato sehr
zeit- und kosten-intensiven Räderforschung. Die externe Prototypenfertigung
war finanziell nicht mehr darstellbar. Geleitet von der Neugierde
und Gründlichkeit des Wissenschaftlers waren es letztendlich,
wie
so oft, auch eine Reihe glücklicher Zufälle, die zur Entdeckung
dieses innovativen Verfahrens führten.
Die
Arbeit mit textilen Preforms
ermöglicht eine faseroptimierte Bauweise.
Dabei können die Faserrovings belastungsgerecht orientiert
werden. Außerdem wird nur exakt die Menge an Fasern für
den Preform verwendet, die das Bauteil benötigt, d. h. es fällt
kein Verschnitt an.
Neue
Werkstoff- und Fertigungstechnologien müssen nicht nur hohe
Anforderungen an Qualität, Festigkeit und geringes Gewicht
erfüllen. Vielmehr spielt auch die Wirtschaftlichkeit und der
schonende Umgang mit Resourcen bei der Herstellung und Entsorgung
(Recycling) eine entscheidende Rolle. Leichtbau in der Transport-
und Verkehrstechnik bedeutet Reduktion von Treibstoffverbrauch und
von CO2-Emissionen. Für den wirtschaftlichen Großserieneinsatz
müssen bezahlbare Technologien entwickelt werden.
Die
Frage nach der passenden Fertigungstechnologie läßt sich
nur beantworten, wenn der Einsatz eines Bauteils bekannt ist. Erst
muß also die Frage beantwortet werden, ob Militärjets,
Helicopter, Teile für Raumfahrzeuge, Monocoques für Formelrennwagen
oder Sichtcarbonblenden für Armaturenbretter gebaut werden
sollen. Hier gelten höchste Anforderungen u. a. an die Oberflächenqualität,
was allerdings einen maximalen Fertigungsaufwand bedeutet!
Wird
jedoch Strukturcarbon für
alltagstaugliche und damit bezahlbare Gebrauchsgegenstände
(Kraftfahrzeuge, Fahrräder, Maschinenbauteile) benötigt,
so muß zwar selbstverständlich die Festigkeit gewährleistet
sein. Untergeordnete Bedeutung haben Toleranzen der Fertigungsqualität
und der Oberflächengüte - auch Alu-Gußteile verfügen
nicht über die perfekte Oberfläche und müssen entgratet
und nachbearbeitet werden.
Bekannte
Verfahren zur Herstellung von Faserverbundbauteilen sind Handlaminieren,
Prepreg-Autoklavtechnik, RTM- und Heißpressverfahren. Insbesondere
für die industrielle Serienfertigung kommen RTM- und Heißpressverfahren
zum Einsatz. Verhältnismäßig lange Proßesszeiten
und aufwändige Formen stehen einem wirtschaftlichen Einsatz
bisher entgegen.
Mithilfe
des neuentwickelten RCI-Verfahrens
zur Harzinfiltration kann sowohl der Aufwand für den Formenbau,
als auch die Prozesszeit deutlich reduziert werden. Damit eignet
sich das Verfahren sowohl für den Prototypenbau (kleine Stückzahlen),
als auch für die Serienfertigung großer Stückzahlen.
Wegen des laufenden Patentverfahrens wird auf eine detaillierte
Darstellung der Harzinfiltration verzichtet.
Eine
pauschale Darstellung des RCI-Verfahrens ist auch deshalb nicht
sinnvoll, weil für jedes Bauteil individuell, entsprechend
der Geometrie und Belastung, die Bauteilauslegung und der Infiltrationsvorgang
definiert werden müssen. Kunden erhalten eine entsprechende
Beratung.
Für Bauteile einfacher Geometrie (ebene und geringfügig
sphärisch gekrümmte Teile) mit endkonturnahen Preforms
genügt eine Arbeitsstation für die Harzimprägnierung,
Formgebung und Aushärtung. Komplexere 3-dimensionale Strukturbauteile
werden in einem eigenen Werkzeug geformt und ausgehärtet. Hierzu
wird in einem 2. Prozess-Schritt der mit Harz imprägnierte
Preform abgekühlt. Analog der bekannten Prepregherstellung
wird die Aushärtung (Vernetzung) unterbrochen. Das Prepreg
wird tropffrei und damit die Handhabung erleichtert.
Im
optionalen 3. Schritt werden Prepregs in das beheizbare formgebende
Werkzeug eingebracht. Die zeitliche Steuerung der Vernetzung des
duroplastischen Matrixsystems sowie des Faservolumenanteils erfolgt
über Druck und Temperatur. Diese Arbeitsstation entspricht
dem Aushärteprozess in den klassischen Autoklav-, Heißpress-
und RTM-Verfahren.
Sämtliche
Prozess-Schritte können manuell oder mit beliebigem Automatisierungsgrad
durchgeführt werden.
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