Das neu entwickelte Fertigungsverfahren eignet sich für Strukturbauteile
wie Blattfedern, Hebel, Flansche, Träger
oder Zug- Druckstäbe, wie
sie u. a. in Fahrwerken, in Rotorblatt- und Flugzeugsteuerungen
zur Anwendung kommen. Diese Bauteile werden ebenso wie Radspeichen
praktisch ausschließlich auf Biegung bzw. auf Zug und Druck
beansprucht und sind darum für eine Ausführung in CFK
prädestiniert.
Nicht
jedes Strukturbauteil in klassischer Metallbauweise kann 1:1 durch
ein Carbonbauteil
vergleichbarer
Geometrie substituiert werden !
Carbonfaserkunststoff (CFK) ist ein anisotroper Werkstoff - also
ein Material, dessen Festigkeits- und Steifigkeits-eigenschaften
von der Ausrichtung der Fasern im Bauteil abhängig sind. Der
Gewichtsvorteil von CFK kann nur dann optimal genutzt werden, wenn
die Bauteilbelastungen beachtet und die Fasern im Bauteil entsprechend
ausgerichtet werden (fasergerechte Bauweise). So ist u. a. von Glasfaser-Blattfedern
bekannt, dass diese bei mindestens gleichen Festigkeiten bis
zu 70 % leichter gebaut werden können als in klassischer
Stahlbauweise.
Räder
und Federn sind Grundelemente
der Technik und eignen sich bei entsprechender Ausführung sehr
gut für den Einsatz von CFK oder GFK. Sie kommen nicht nur
in der Fahrzeugtechnik und im Motorsport zur Anwendung. Allerdings
ist dort der technologische Führungsanspruch ebenso wie in
der Luft- und Raumfahrt besonders ausgeprägt.